Poetry

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The secret Conference of the great Planets

“Also, was machen wir denn nun an Weihnachten? Die Menschen freuen sich doch schon so darauf.“ Sprach der Mond zur Sonne, die gerade neben ihm am großen Tisch Platz nahm.

„Nun, wir werden das Fest groß aufziehen. Da gibt es noch einiges zu tun, aber fragen wir doch mal unsere Kollegen, was die dazu denken.“ Gab sie Antwort und schaute herausfordernd in die Runde.

„Ich bin dafür, dass die Menschen endlich wieder mehr miteinander reden sollten.“ Sprach Merkur. „Da ist sehr vieles im Argen. Auch sollten die Kinder mehr gefördert werden. Früher haben sie ein Gedicht aufgesagt,  wer kann dies heute noch? Von der Pisa-Studie will ich jetzt nicht reden…!“

„Na ja, die Kleinen sollen aber auch ihren Spaß haben.“ Beschwichtigte der Mond.

„Merkur hat nicht Unrecht“, sprach nun Mars. „Ganz viel Kraft und Energie wird einfach verpufft anstatt etwas Sinnvolles daraus zu machen. Alle wollen alles haben, aber  dafür etwas tun, ist  uncool. Wer kämpft denn heute noch für etwas?“

„Nun, nun“, beschwichtigt Venus.  „Die Menschen müssen doch erst einmal herausfinden, was ihnen gut tut und was nicht. Auch sollten sie bei allem mit sich selbst im Einklang sein. Harmonie, ihr versteht?“

„Harmonie bringt uns aber auch nicht immer weiter.“  Jupiter runzelte die Stirn. „Schließlich geht es auch darum, etwas zu schaffen und zu wachsen. Viele erkennen die vor ihnen liegende Fülle gar  nicht mehr, dass müssen sie wieder lernen und einsehen, wohin sie gehen sollen. Expandieren ist mein Stichwort.“

„Das ist ja alles schön und gut, mein lieber Jupiter.“  Wiegt Saturn bedächtig den Kopf. „Es sollte auch alles Hand und Fuß haben, was einer macht. Lass jeden erst einmal prüfen, ob das, was er da vorhat auch Hand und Fuß hat  und nicht etwa sich selbst etwas vorzumachen und zu  beschummeln.“

„Sehr richtig!“ Meldet sich Chiron und zieht bedächtig an seiner Pfeife. „Was sie säen, das ernten sie.“

„AUA!“ ruft plötzlich Pholus. „Warst du das schon wieder, Uranus? Sei doch nicht immer so schnell! Ich dachte, du bist mein Freund?!“

Neptun stellt sich zwischen die beiden. „Nun streitet euch doch nicht.“ Bittet er.  „Jeder hat doch seine Träume. Lassen wir sie ihm doch.“

Da ertönt aus dem Hintergrund großes Getöse. Pluto taucht auf. Sein Gesicht wirkt nicht gerade freundlich, sondern wild und entschlossen. Da legt  er auch schon los:

„Also, liebe KollegInnen. Jetzt hab ich genug von der Säuselei. Mir wird schon richtig übel! Es muss endlich einmal ein Umbruch stattfinden und zwar  total. Weg mit dem Alten, es taugt nichts mehr. Es muss etwas ganz Neues, Frisches her. Ich werde es den Menschen bringen. Entweder alles oder nichts!“

Vielen Dank für diese nette Geschichte!

Markus