Weltbild

Erdbebenvorhersage in der Naturwissenschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

Zitate aus dem Spiegel gibt es hier vor allem deshalb so häufig, weil diese Zeitschrift, die so „hauteng“ mit der BRD verbunden ist, auf geradezu archetypische Weise eine ganz bestimmte Bewußtseins-Haltung repräsentiert, verwaltet und verteidigt. So auch in diesem:

Suche nach Erdbeben-Warnsystem: Vollmond. Vollmond. Beben? – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Wer sich die Mühe macht, oberen Artikel zu lesen, wird feststellen, daß er drei Klischees bedient: er behauptet, Wissenschaft könne keine Erdbebenprognosen abgeben. Das Risiko für Port-au-Prince wurde aber von einem südamerikanischen Geologen klar benannt.

Dann steht schon im Titel der Bannzauber gegen die Astrologie: gleich ein doppelter Vollmond, da könnte man jetzt tief ins Herz der Simulation schauen …

Und das Dritte, zum Schluß des Artikels kulminierend, ist der Versuch, sich über ein anderes Teilgebiet der Vorhersagewissenschaften, der Bio-Prognostik, lustig zu machen. Hier soll rüpelhaft unter Kumpels ein Vorurteil per Handschalg abgesichert werden.

Um ein Mißverständnis zu klären: mein Vorschlag war und ist gar nicht, die Astrologie zur Erdbebenvorhersage zu empfehlen, sondern den Hinweis der Astrologie in Bezug auf die gespannten Aspekte Oppositionen und Quadrate z.B. in konkrete Projekte umzusetzen die Geologie und Astro-nomie zu einer Erdbebenforschungsgemeinschaft verbinden.

So ließe sich die Erkenntnis-Stagnation bewegen, die der Spiegel-Artikel meines Erachtens scheinheilig beklagt. Für wirklich neugierige Wissenschaftler wären solche Forschungen  denkbar, ohne sich mit Astrologie einzulassen zu müssen und eine Ächtung seitens wütender Kollegen zu riskieren. Na, wie wär´s, Florian?