Ereignis, Weltbild

Unsere Schulen – Walkampf

Nürnberg, 13:30 – eigentlich geht es ja nun in diesem Post um Schulfragen. Doch dann kam mir heute Morgen beim Frühstück unteres Bild entgegen. Für die Schulfrage gibt es ein Stundenhoroskop, das ich mir selbst gestellt und es zur Beantwortung der Frage heranziehen mag; – wenn doch auch wieder ein Zeppelin-Bild dabei ist, dann, weil ich mich bei der Göttin für die mißbräuchliche Verwendung ihres Namens entschuldigen mag und nun wieder bemerkenswert, das Militär eben jene Idee bereits entwickelt, die meines Erachtens den gesamten Personen- und Warenverkehr im Nah-Boden-Bereich revolutionieren kann.

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Schulbildung

Nun aber: Unsere Schulen:

Oberes Horoskop gibt die Schulthematik wieder: Merkur steht oben im Haus 9, dem Haus der Weisheit und der Bildung, der Schiffsreisen, der Luftreisen und langen Reisen überhaupt, der Hochschule, der Kanzel, sofern gepredigt wird (die „Wandlung“ der katholischen Lithurgie gehört als magischer Ritus ins Haus 8).

Sodann wird Merkur – der Herr des AC (zusammen mit Saturn) ein Quadrat zu Chiron, Neptun und Jupiter haben.

Aus dem Haus des praktischen Lebens, dem Haus der Prüfungen, dem Haus 6 der Jungfrau kommt also ein Quadrat auf Merkur zu, der im Haus 9, via Philosophie sich anschickt, die Schule zu retten.

Merkur steht – dies ein Detail – im Haus 9 im Stier eingeschlossen. Stier ist ein Zeichen der Kraft und des Wohlstands. Niemand wird bezweifeln, dass Bildung und Wohlstand ein Thema sind. Soweit die Bestätigung des Horoskops in seinem Aussagewert. Hat es Wert? Wir richten uns dabei nach der Stimmigkeit des Horoskops. Dazu gehört auch dieser Schritt:

Welches Zeichen steigt eigentlich auf? Richtig, die Jungfrau. Also das Lehrer-Zeichen schlechthin. Und die Jungfrau, was führt sie mit sich in ihrem Papyrus-Boot? Den Saturn, ihren Erntehelfer, der den Papyrus geschnitten hat. Wir haben es also mit einem strengen Lehrer zu tun.

Nun können wir schon Antworten wagen:

Das Schulsystem ist zu streng, sagt Saturn am AC.

Die Prüfungen sind sehr (Jupiter) kränkend (Chiron) vernebelnd die Leistung betreffend (Neptun), wie sie hier im Haus 6 im Wassermann, dem Zeichen der technischen Logik stehen. Die Aussage: die aktuellen Prüfungen erfüllen nur einen Nutzen für die technische Intelligenz und sind verletzend und ungerecht.

Wer der sich andauernd wiederholenden Schul-Massaker in Deutschland und der Hilflosigkeit gedenkt, mit der wir ohne Lösung – scheinbar sogar ohne den Wunsch nach einer Lösung – die Alltagsgeschäfte wieder aufnehmen, der wundert sich darüber, dass man/frau dies so ganz abgekoppelt von den Demütigungen für junge Menschen zu sehen, die sie in der Schule erfahren müssen, und zwar selbst bei – wie in Winnenden – gelungenem Abschluss!

Um also die versagende Schule zu verstehen, sollte man/frau die Prüfungs-Praxis untersuchen und in Frage stellen. Prüfungen werden in keinem Fall den Leistungen von Kindern und Jugendlichen gerecht, das können sie gar nicht, weil das Hauptthema jeder Prüfung lautet: „Bist Du, Schüler/Schülerin in Deiner Gehirnwäsche weit genug fortgeschritten, um Anpassungsanforderungen, die an Dich gestellt werden, nach vorgegebenen Schemata einzuordnen?“

So gibt es immer wieder Jugendliche, die wir überhaupt nicht „kennen“. Das liegt nicht an der großzügigen Liberalität unserer Gesellschaft, sondern daran, dass das System sich nicht für die Persönlichkeit der SchülerInnen interessiert: logisch, denn das erklärte Ziel ist ja die Vermittlung kompatibler Wissenblöcke ins Gedächtnis zur Abrufbarkeit im Beruf.

„Wenn unsere Schulen gar so schlecht wären,“ mag mancher fragen, „warum haben wir dann geniale IngeniEUre hervorgebracht?“

Früher haben wir uns gegen die Schule gebildet. unser Drang nach Freiheit gegen die Schule war groß genug, dass wir Physik-Nobelpreisträger werden konnten, auch wenn die Naturwissenschaften uns im Gymnasium schlechte Noten brachten. Die Schule war Teil jener Kraft, die stets das Böse wollte, und unfreiwillig das Gute schaffte.

Heute ist das nicht mehr so. Die Sehnsucht Jugendlicher, „anti“ zu sein, ist gar nicht so groß. Groß ist hingegen die Sehnsucht nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Egal, ab bei „Rock im Park“ oder eben auch in der Schule. Viele gehen nur deshalb gern in die Schule, weil man/frau dort seine FreundInnen trifft. Während die Kinder und Jugendlichen vormittags zum Sitzen genötigt werden, wenn sie doch die meiste Energie haben, und damit künstlich ihren Bewegungsdrang unterdrücken müssen – und nur die kommen voran, denen das gelingt, die anderen ruhiggestellt durch ADS-Medikamente – bringt der Lieferverkehr der Geschäftswelt Waren und Dienstleistungen von Ort zu Ort.

Deshalb brauchen wir eine Schule, in die Jugendliche und Kinder einfach gerne gehen, weil sie sich dort geborgen und wohl fühlen.

Der einzig richtige Weg dazu ist die Gesamtschule. Aber nicht, wie Sie jetzt vielleicht meinen, eine Zusammenlegung von Haup- Real- und Gymnasialbildung, sondern auch noch der Universitäten und der Kindergärten einschließlich der Kinderkrippen sollen in dieser Schule der Selbstverwaltung aufgehen..

Denn Grundlage dieser Schulform soll sein: Niemand kann auf eine solche Schule gehen, der/die nicht zugleich sofort auch „Lehrer“ ist, und nicht nur „Schüler“. Schon die Kleinsten bekommen sofort Verantwortung.

Insgesamt verwaltet dieses Schulsystem umfassend die Interessen aller jungen Menschen bis ca. 25 – und zwar – wesentlich und unentbehrlich für die Demokratie – in völliger Selbstverantwortung, auch und gerade über den Etat und die Bestallung der Lehrkräfte.

Meine Vorstellungen gehen noch weiter. Doch denken Sie erst mal über die oberen nach, Fortsetzung folgt … vielleicht!

IMG_0782Markus Termin ©