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Merkur rückläufig im Zwilling

Foto Markus Termin

Nürnberg, 21:21- heute leicht bedeckt und wegen Niederschlags etwas abgekühlt. Toth ist der ursprüngliche Mondgott, Gott des Maßes, der Zeit und der Wissenschaft. Toth und seine Beziehung zum Mond lässt ihn zum „Herrn der Zeit“ und zum „Rechner der Jahre“ werden. Von den Griechen wurde Toth mit dem Gott Hermes gleichgestellt. In der Erscheinung zeigt sich Toth überwiegend in menschlicher Gestalt, auf der er den Kopf des Ibis trägt. Oder aber auch als Pavian. Er ist Herr über die Schrift, die Musik, die Astrologie und die Zauberei.

Der Zusammenhang all dieser Dinge ist leicht zu erkennen, und er offenbart sich auch im Regenbogen oben: es ist die Symmetrie der Welt, ihr Rhyhtmus, die Proportionalität der Dinge, die Toth, Ibis und Pavian, berechnen kann. Warum aber Ibis und Pavian, zwei so grundverschiedene Tiere? Wie erkannten die Ägypter in diesen Tieren den Geist eines Gottes? Um das zu begreifen, müssen wir verstehen, dass für die Ägypter alles göttlich war. Sie erkannten in der Erscheinung der Dinge die Erscheinung Gottes. Die größte Sünde bestand für sie in der Vergessenheit Gottes, die sie mit Trunkenheit verglichen. Pavian und Ibis waren für die Ägypter keine Symbole des Gottes Thot – Hermes, sondern seine Identitäten. Um solches zu verstehen, versetzen wir uns am Besten in ein Märchen, wo es um verzauberte Wesen geht. Den Froschkönig, beispielsweise. Für die Ägypter waren alle Wesen verzaubert, und bei allen waren durch die Verzauberung bestimmte Kräfte eingewoben, „hineingeheimnist“, wie Rudolf Steiner sagen würde. Thot, der Mondgott, hat sich tatsächlich in diesen Tieren versteckt, und das brauchten die ägyptischen Priester nicht zu vermuten, sondern sie konnten es an der Aura dieser Wesen erkennen, und sie waren auch in der Lage, sich mit ihrem Geist in den Geist der Tiere zu versetzen, ebenso, wie Sitting Bull die Identität eines Büffels annehmen konnte, während sein Körper scheinbar schlief. Wie auf obigem Horoskop zu erkennen, ist Merkur gegenwärtig in seinem eigenen Haus, rückläufig und hinter Sonne, Mond und Venus. Er ist noch Abendstern, doch unsichtbar, weil zu nahe an der Sonne. Am 7. Juni um 17:27 wird die Sonne ihn eingeholt haben, und er steht dann, wie bereits erwähnt, zum Anpfiff der EM in Basel in Casimi, „als ob im Herzen der Sonne“, genau zwischen Erde und Sonne. Heute jedoch wird erstmal der Mond an ihm vorüberziehen. Es ist eine Neumondnacht, wo grundsätzlich gezaubert wird. Merkur ist – und das macht ihn für die Astrologie z. Zt. besonders interessant – in der Gegenrichtung zu den drei anderen unterwegs. Er bringt also eine andere Botschaft, einen Bezug zu Vergangenheit, ein Argument gegen die Wissenschaft, auch und vielleicht gerade weil er sie selbst begründet hat. Denn die Verzauberung der Wesen geschah, das wußten die Ägypter noch genau, auf ein Mal, plötzlich, wie Milch gerinnt. Es war kein Prozess der Evolution. Nur weil wir die Sprache der Dinge nicht mehr verstehen können, halten wir uns heute für gebildet. In Wirklichkeit sind wir unwissend, alles Wesentliche betreffend. Wir mögen eine Sonde zum Mars schicken können, aber wir haben keine Ahnung nicht, wie man mit dem jenseits Kontakt hält. Der rückläufige Merkur weiß es, solange er Abendstern ist.