Rosenkreuzergarten

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Liebe Leser,

wie ihr wisst, bin ich ein großer Bewunderer Rudolf Steiners, jedoch kein Mitglied der anthroposophischen Gesellschaft. Ich sehe aus beruflichen Gründen genauer hin, wenn Steiner etwas von den Sternen erzählt – den Planeten und der Astrologie. Dabei ist sein Spektrum ganz erstaunlich. Der Tierkreis ist überall im Werk gestaltendes Element. Die 7 Spähren sind Stimmungen des Denkens. Aber nicht nur das: sowohl bei der Grundsteinlegung, als auch im landwirtschaftlichen Kurs wird Dr. Steiner sehr konkret astrologisch – sogar nach klassischem Muster; – im heilpädagoischen Kurs deutet er Albino-Zwillinge in einem Neptun/Uranus Zusammenhang – jedoch sehr modern! – Elisabeth Vreede prüft nach und bestätigt.

Keiner kann so packend, wie Rudolf Steiner, die Geschichte vom Astrologen Tycho Brahe erzählen – und wie das mit dem dänischen Königshaus zusammenhängt. Kurz: man kann mit Recht sagen, daß die Astrologie in Steiners Werk das Hauptgestaltungsmerkmal ist – was für gegenseitige Wahrhaftigkeit spricht – sowohl Steiners, als auch der Astrologie – denn man kann ja nur das wahre, vorhandene Strukturwerk des Menschen auf der Erde nutzen.

Dennoch versucht der Meister immer wieder, die Astrologie zu verbiegen. Einerseits stiftet er regelrecht den 33 Jahres Rhythmus – das ist seine Zutat zur Astrologie! – andererseits muss eine spirituelle Astrologie nach seinen Worten anders gesehen werden, als die wirkliche: so stand die Sonne laut Steiner am 24/25 Dez. zu Christi Geburt im Zeichen Jungfrau z.B. – und Hegel hatte seine Venus im Zeichen Widder – aber in Wirklichkeit steht Venus bei Hegel gerade auf der anderen Seite, Jungfrau-Geborener Hegel hatte Venus in Waage – das erschließt auch den Philosophen – und warum die Sonne im Zeichen Jungfrau gestanden haben soll zu Christi Geburt, bleibt Rudolf Steiners Geheimnis.

Die Astrologie und ihre Verwendung im Steinerschen Werk läßt Rückschlüsse zu auf das geistige Ringen, das dahinter steht – immer wieder die Astrologie zu spalten – in einen selbstverständlich zu überwindenden Formalismus (den man aber – kenntnisreich – beim landwirtschaftlichen Kurs doch auch nutzt!) – und eben jene, neue, geistige Astrologie: die Steiner wiederum anknüpfend vorführt im heilpädagoschen Kurs.

Er ist also mitten in diese Wandlung gestellt, beherrscht beide Techniken – oder kennt sie zumindest – und bleibt an der Astrologie immer dran. Gerade die Durchdringung mit Astrologie macht das Werk wahrhaftig.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

7 Gedanken zu “Rosenkreuzergarten

  1. >> – und warum die Sonne im Zeichen Jungfrau gestanden haben soll zu Christi Geburt, bleibt Rudolf Steiners Geheimnis.

    Hallo Markus,

    ist eigentlich kein Geheimnis beim Steiner-Verständnis:

    Die Sonne stand im STERNBILD Fische (astronomisch-exoterisch)
    und somit in der Jungfrau spirituell-esoterisch.

    Hat er oft genug ähnlich erläutert.

    Sonnige Grüße
    Mythopoet

    1. markustermin

      Hallo Mythopoet,

      „Wie die Magier aus dem Morgenlande die äußere Sternenkonstellation als nicht mehr maßgeblich hielten, sondern hintrugen das Wissen von dieser Sternenkonstellation, den Opfersinn für diese Sternenkonstellation, die Verbindung der Unsterblichkeit mit dieser Sternenkonstellation vor das Christus-Kind der Weihnachtsnacht, so trage die neuere Menschheit dasjenige, was sie an tiefsten Impulsen in ihrer Seele aufbringen kann, hin vor dasjenige … „ (Basel, 23.12.1917)

      Immer wird die „Sternkonstellation“ geopfert – wie später bei den Rosenkreuzern. Aber das stimmt eben einfach nicht, sondern das Gegenteil ist der Fall. Natürlich bleibt volle Bewunderung für den Meister. Doch an der Astrologie zeigt sich gerade eben auch deutlich der fehlbare Mensch (und wäre nicht alles andere auch herzlos?). Wir müssen es aushalten, Steiner zu verehren – und ihn trotzdem nicht zu verklären, I suppose?! …

      Mit freundlichen Grüßen,

      Markus

  2. Hermann

    Werte Herren,

    leider fehlte mir bis jetzt etwas die Muse, um Eurer Unkenntnis wirksam zu begegnen. Aber ein paar Zeilen will ich jetzt doch schreiben.
    Bedauerlicherweise kommst Du nicht drüber hinaus, lieber Markus, dass Rudolf Steiner eben nicht mit einem vorgeprägten Denken verstanden werden kann. Du bist in Manchem doch ein recht eingeschränkt Denkender. Pardon, wenn ich so hart rede, aber Ihr beide, Du und Mythopoet solltet Euch wirklich einmal den Zeilen widmen, die ich Euch jetzt gleich nennen werde um in medias res, bei diesem, von Euch so unklar Verfassten, zu gehen.
    Verlasst Eure alten Denkweisen! Anthroposophie kann man nicht mit alten Denkmustern betrachten. Es kommen unweigerlich falsche Urteile heraus.
    Zu diesem Thema, z.B. in GA 202, 23.12.20, (etwa Seite 224/225 je nach Ausgabe)

    1. markustermin

      Lieber Hermann,

      23.12.1920 hab ich mir natürlich durchgelesen. Rudolf hatte da Jupiter im 2-Grad Orbis zum Mond – da kommt man schon mal über das Ziel hinaus. Gerade die von Dir hervorgehobenen Seiten sind dafür Beispiel. Warum sollten sich die Tierkreiszeichen um 90 Grad % verschieben? Und dann wieder später um 120 Grad – (Jungfrau Sonne zum 24./25. Dezember) … Es ist eben gerade die Astrologie eine Möglichkeit, dem Meister beizuspringen – schon wenn man sieht, wie sehr er darum gerungen hat. Die Astrologie ist gewissermaßen die einzige Möglichkeit, die Lehren des Meisters zu „prüfen“. Und doch – das ist: so hat er uns gesagt – auch mit reinem Denken zu schaffen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Markus

  3. Hermann

    Lieber Markus,

    Du machst es mir echt schwer. Warum versuchst Du dauernd irgendwelche Dinge zu vermengen, die gar nicht dazugehören.
    Übers Ziel hinausschießen, Astrologie als einzige Möglichkeit ihm zu helfen, ja was soll das?
    Es ist doch kein reines Denken – auch so ein inflationär verwendeter Begriff – wenn man das Grundsätzlichste übergeht, weil man n i c h t von seinen Gewohnheiten lässt. Das ist eben nicht so zu lesen, wie ein Horoskop. Hier will der Geistesforscher gedacht werden, d.h. um zu prüfen, muss man doch erstmal s e i n e n Gedanken, den er uns zur Verfügung stellt, verstehen, begreifen, durchdringen!
    Da muss man schon bereit sein wollen seine alten Erkenntnisse ins Grab zu legen, sonst kann das mit einer Auferstehung in einem anschauenden Denken nichts werden. Dann erst ist Prüfung angesagt. Zuerst durch die Hölle der eigenen Vorstellungswelt und – sie läutern (wollen).

    Viele Grüße
    Hermann

  4. markustermin

    Lieber Hermann,

    „Die Erfahrungstatsachen sprechen dann immer anders, und das ist ja gerade etwas, was der Geistesforscher so intensiv empfindet: daß er selber von seinen Resultaten eigentlich überrascht wird. Er erwartet zunächst durchaus nicht, daß dies oder jenes herauskommt, sondern er wird überrascht von seinen Resultaten.“

    Markus

  5. Hallo Markus und Hermann,

    empfehlen möchte ich Euch:

    „Zeitgeheimnisse im Christus-Leben“

    (Emil Funk / Joachim Schultz)

    Ein sehr empfehlenswertes Büchlein..

    .. was u.a. aufzeigt,
    daß mein geposteter Kommentar
    zu „STERNBILD Jungfrau“
    durchaus von Verständnis getragen ist,
    lieber ‚leibfreier Denker‘ Hermann.

    Herbstgrüße
    Mythopoet

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