
Liebe Leserinnen und Leser,
wir befinden uns auf dem Weg zum Vollmond im Mond-Sonne Trigon, einer getragenen Zeit mit einem besonderen Impuls der Weisheit, weil Jupiter in Konjunktion mit der Sonne steht und auch ein Trigon zum Mond zeigt. Es ist dieses Achten auf das innere Erleben, welches uns die Astrologie erklärt: der Mond steht bei diesem Trigon im Löwen und also stark im Sonnenzeichen und gibt uns Herzenglauben an die Wahrhaftigkeit der Existenz. Auch, wenn die Mondaspekte nur kurz sind, so sind sie doch der Zugang zu den geistigen Impulsen, die wir mit den Himmelskörpern teilen, weil wir mit ihnen die Welt, einen gemeinsamen Ort bewohnen, deren Empfinden – Löwe Mond besonders Herz – uns jeweils für den Mondzyklus charakteristisch ein “emotionales” Terrain bietet, dessen Rhythmik wir wohl erahnen, uns aber kaum merken können, weil unser Gedächtnis keinen 28-Tage Zyklus mal 3 Konzentration aufbringt, um diesen Rhythmus innerlich erlebend zu verstehen.
Aber wie offen und erhebend der Jupiter/Sonne – Mond Trigon-Aspekt ist, fällt uns durch einen punktuellen Vergleich sofort auf, wenn wir – und das nenne ich astrologisches Studium, oder Teil davon – uns die Mond-Saturn Konjunktion angucken, beispielsweise, vor allem Sonntag dieser Woche z.B. Hier herrscht dann gemäß der Saturn-Mond Verbindung oft eine konsternierte Ernüchterung, eher Realismus – gar kein Schub an Wollenskraft, sondern eher die Frage, wie wir das alles schaffen sollen. Die “Frequenz” beider Wahrnehmungen kommt aus einem Geistbereich – es ist kein äußeres oder oberflächlichen Signum, wie es auch bei schönstem Wetter anstrengende und stressige Aspekte geben kann.
Und nun zum Horoskop für den Euro unten, welches ich in einen Horoskop-Vergleich mit dem 05.03.2012 gestellt habe. Über die Veränderung des Euro habe ich schon oft geschrieben, wir haben hier ganz offensichtlich Pluto in Sonnennähe – (alles total verändernd) – und Saturn zum Waage-Aszendenten, der sogar ins 2. Haus gehen wird. Man kann auch presseseits eine Renaissance des Europa-Engagements bemerken. Dem Horoskop entsprechend wird sich der Euro Anfang 2012, wahrscheinlich im März, völlig neu ausrichten müssen, er transformiert die Form nachhaltig, in der er jetzt existiert, plutonisch. Ob man von einem “Zerbrechen” reden kann, oder einer vollständigen Auflösung? Jedenfalls etwas ganz anderes, als der Euro heute noch.

Kanzlerin und Finanzminister – beide Schütze-Aszendenten, die vor einer entscheidenden Persönlichkeitswandlung oft unbelehrbar sind und es manchmal sogar bleiben, werden von Finanzfachleuten (FAZ) tatsächlich “unbelehrbar” genannt. Man trifft dort politische, nicht ökonomische Entscheidungen, und die Erfahrung, daß Fachleute falsch liegen, haben Merkel und Schäuble nun schon oft gemacht.
Daß es Deutschland ökonomisch gut geht, obwohl die Verschuldung die 2 Billionen-Euro-Grenze überschritten hat, zeigt auch das Deutschland-Horoskop (Suchfunktion nutzen!) – nicht wegen, sondern trotz unserer Regierung. Der hohen Verschuldung steht gleichzeitig ein unheimlicher Anstieg der Privatvermögen gegenüber, das normale System des Umschichtens nach oben, welche den Schuldenstand des Landes um nahezu das Dreifache übersteigt, und der natürlich aus rein mathematischer Logik weiter ansteigen wird. Dieses Ansteigen hat auch mit der Euro-Krise zu tun, denn bekanntlich haben ja die Südeuropäer ihre Titel vor allem bei Deutschen Banken, die wiederrum privaten Besitzern gehören, Schulden, an denen ja vor allem prächtig verdient wird. Offensichtlich will man das weiter tun, bis der Laden auseinanderkracht. Dieser Zeitpunkt scheint für den Euro mit etwa März 2012 astrologisch gegeben, wenn Pluto über der Sonne des Euro steht.
Sollten wir etwas Handlungsspielraum als Bürger uns fangen können, dann sollten wir dringend etwas für unsere Mitbestimmungs-Möglichkeiten in Europa tun. Es ist keine schlechte Idee, sich da der anthroposopischen Bewegung zur soziale Dreigliederung anzuschließen. Freiheit ist keine Narrenfreiheit, sondern Freiheit des Kulturlebens – nicht vereinbar aktuell mit Ungarn, der Türkei und vielleicht auch Italien. Gleichheit ist keine Gleichmacherei, sondern Gleichheit vor dem Recht. Nicht vereinbar mit der juristischen Praxis bei uns und anderswo, die Bemittelte eindeutig begünstigt, weil Recht Geld kostet. Und Brüderlichkeit ist keine sentimentale Aufforderung oder Parole, sondern die selbstverständliche Grundlage fairen Wirtschaftens, unvereinbar mit der Weigerung, europaweit einen Mindestlohn festzulegen, Frauen und Männer unterschiedlich zu bezahlen, oder für Einkommen, die nicht aus eigener Arbeit hervorgehen, unvorstellbar hohe Verdienstmöglichkeiten zuzulassen.
Nürnberg 13.04.2011 12:48 Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
GA 328, S.124, 1/1977, 25.2.1919
“Denken Sie zurück an die drei großen Ideale der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Derjenige, der verfolgt, was diese Ideen in den Köpfen der Menschen im Laufe der Zeit für Schicksale durchgemacht haben, der weiß, wie oftmals die Menschen logisch gerungen haben mit dem Widerspruch, der besteht zwischen der Freiheit auf der einen Seite, die auf die einzelne persönliche Initiative hinweist, und der Gleichheit auf der anderen Seite, die realisiert werden soll in der Zentralisierung des staatlich orientierten sozialen Organismus. Das geht doch nicht. Aber die Sucht nach dieser Konfundierung ist entstanden in der neueren Zeit. Daß der Kapitalismus von heute noch nicht die Konzeption fassen konnte nach dem dreigliederigen sozialen Organismus, das ist entstanden aus der Idee des ganz zentralisierten Staates heraus.
Faßt man heute dasjenige, was schon in diesem Wollen, das sich in den drei Idealen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zum Ausdrucke bringt, auf, so faßt man es heute leicht so auf, daß man es betrachtet von dem Gesichtspunkte des dreigliederig geordneten sozialen Organismus. Dann findet man als erstes Glied das geistige Leben. Es muß sich ganz durchdringen von dem Prinzip, dem Impuls der Freiheit. Da muß alles gestellt sein auf die freie Initiative des Menschen, und kann es auch, wird am fruchtbarsten wirken, wenn es so gestellt ist. In bezug auf den Rechtsstaat, in bezug auf das zwischen dem geistigen und dem wirtschaftlichen Leben regulierende Staatswesen, das eigentlich politische System, ist dasjenige, was alles durchdringen muß, die Gleichheit von Mensch und Mensch. Und in bezug auf das Wirtschaftsleben kann einzig und allein gelten die Brüderlichkeit, das soziale Miterleben des ganzen äußeren und inneren Lebens des einen Menschen durch den anderen.”
Rudolf Steiner
Innen Euro 31.12.1998 00:00 Frankfurt, außen 05.03.2012
Ich möchte auch auf diesen Artikel letzten Jahres aufmerksam machen, wo ich u.a. auf eine Regierungskrise Mitte 2011 hinweise, und manches andere Lesenswerte auch:
Euro, Deutschland, Kanzlerin « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch
Mit freundlichen Grüßen,
Markus