Fragehoroskop: 08.12.2009 14:44 Nürnberg
Liebe Leserinnen und Leser,
Die entscheidende Frage: was wird 2012 passieren?! Gar nichts im Sinne des Maya-Kalenders. Das Ende dieses Kalenders und der Beginn einer neuen Zählung bedeutet gar nichts für uns, denn es handelt sich um Relikte aus uralter Zeit. Und: Neptun geht in die Fische, das ist schon wichtig.
Manchmal lohnt es sich, mit den Fragen auch mal wichtige Dinge zu betrachten. Oben das Blaue ist das Horoskop zu der Frage, die ich mir selbst schon letztes Jahr gestellt hatte: Die Wahrheit über den Maya-Kalender herauszufinden. Es ist also ein Fragehoroskop für mich selbst.
Chiron, Jupiter und Neptun im 11. Haus und Lilith in 10, sowie der Mondknoten am MC zeigen an, wie aufgeblasen das Thema (schon 2009) in der Öffentlichkeit steht, und daß die spirituelle Heilung aus 11 mit Lilith in 10 vielleicht auch ein ziemlich schräges Geschäft ist?!
Das ändert aber nichts daran, daß die Natur des Maya-Kalenders hochinteressant ist. Denn uns wird ja nichts anderes vorgeführt, wie ein steinzeitliches Zeituhrwerk mit besonderem Augenmerk auf die Venus. Die Rhythmik des Himmels kopiert und frakturiert. Und zwar mit einer solchen, alles Leben durchdringenden Systematik, dazu noch gekoppelt an Opferkulte, daß der Eindruck entsteht, hier würde ein Gesetz befolgt, das grausame außerirdische Eindringlinge im Pyramidalkult mit weltweiten historischen Phasen einst installierten.
Was sollen südamerikanische Pyramiden denn anderes sein, als Landplätze?
Astrologisch passiert zu dieser Zeit Neptun in den Fischen. Das ist nicht wenig … und dem Ereignis einer Massentäuschung angemessen.
Die unteren beiden Horoskope, die sind unscharf, passend zu Maya, was ja auch sanskrit, also indisch “Schleier” bedeutet, wenn ich richtig informiert bin (Bilder werden beim Draufklicken scharf, aber die Lange Zählung bietet einfach mir erreichbar nur die freundliche Schweizer Basis). Sie zeigen Ende und Anfang der Zählung für einen Teilabschnitt der langen Zählung von 5200 Jahren.
Immerhin gibt es die Pluto in Steinbock-Übereinstimmung der Horoskope. Der Zeitraum der Maya, ihr Kalender Zählen hat genau 21 Pluto-Umläufe. 5200 Jahre, der Kalender-Spanne : 248 Jahre, dem Pluto-Umlauf.
Ich selbst bin mit Stier-Aszendent aufsteigend im Horoskop die Venus im Schützen. Ich bin aber im Haus 7, also nicht eigentlich bei mir, sondern bei den Anderen. Wer sind die Anderen? Sie werden beherrscht von Pluto und Mars, den Skorpion-Regenten. Der eine steht in Haus 8, starke Wandlung und hält über Merkur vielleicht gerade noch eine Verbindung zu Haus 9, Religion, höhere Lehre, Reisen. Mars steht – ich hatte so etwas befürchtet – in Opposition zu Chiron und diese Oppsosition habe ich mit meiner Aspektscheibe eingestellt.
Der kurzgefasste “Bericht von der Verwüstung der Westindischen Länder”, von Bartolomé de las Casas korresponiert mit den Schriften von Bernadino Shagun – beides Chroniken der schlimmsten Grausamkeiten – sowohl bei den Südamerikanern (den Azteken) mit ihrem Opferwahnsinn, als auch bei den Spaniern, die dem Kontinent mit Völkermord begegneten. Mars-Chiron Opposition.
Naturlich ist hiermit nicht alles gesagt, es wird weitere Artikel über den Maya-Kalender geben.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus




Hallo Markus,
zu dem Maya-Kalender möchte ich Folgendes sagen, abgesehen davon, dass jeder Kalender ein Ende hat… Das Phänomen ist Ausdruck einer Sehnsucht, nämlich dass die gegenwärtige, als in Unordnung empfundene Welt, plötzlich Ordnung und Sinn erhält, sozusagen erlöst wird. Die Maya-Kultur ist, wie du ganz richtig sagst, ein Relikt, und eine untergegangene Kultur. Wenn wir unser Leben am Ende einer untergegangenen Kultur orientieren, drücken wir damit den Wunsch aus, dass unsere Welt wie sie jetzt ist, plötzlich (und nach Plan) zuende geht, damit “eine neue Welt” entstehen kann. In dieser neuen Welt wären wir aber nicht mehr dabei, genausowenig wie die Mayas es sind, das sollte man vorher wissen. Überleben setzt Transformation voraus, nicht Vernichtung. Transformation geschieht aber nicht nach Plan sondern aus Himmels Gnaden und unserer Bereitschaft – nach meiner Erfahrung.
Ich halte das Ganze für eine der vielen Illusionen, über die wir unseren eigenen Weg versäumen können, es sei denn unser Weg wäre die Entschleierung von Illusionen. Die Zeit ab der “Entdeckung” des Kalenders durch die breite Öffentlichkeit bis 21.12.2012, eignet sich bestens dazu, diese Massentäuschungen auch anhand der Astrologie näher zu betrachten. Freue mich schon auf weitere Artikel!
Gruß,
Conny